

Die Entstehung
des Dolmar
(Dolmarpoet Carl von Schütz,
ca. 1930)
Doch bald gab`s neues Weh und Ach, Schmalkalden, Steinbach, Altersbach, die fluchten laut: „Schockschwerenot!“ der Sandstein ist uns gar zu rot! „Wir leben doch in unsrer Zeit vom Kommunismus noch recht weit“
Das sah der Erdengeist auch ein und sagte: „Bald solls anders sein: Die Triasform ist reich, Ich schaff den Muschelkalk euch gleich, steigt ihr von Meiningen heran hängt er Euch an den Stiefeln dran.“
Doch ach! auch diese neue Schicht gefiel den Dolmarwandrern nicht. das heißt: Ihr müßt mich recht versteh`n, vom Dolmar war noch nichts zu sehn. Von Kalk und Sandstein überdeckt bleibt er des Wandrers Blick verdeckt.
Da stieß aus tiefsten Erdenschacht ein neu Gestein hervor mit Macht. Glutflüssig durch das Trias brach Basalt empor mit Lärm und Krach. und jedermann rief laut : „Hurra, nun ist der große Dolmar da!“
Ja! der Basalt der lange schlief, jetzt endlich war er eruptiv. Und als er sich nun umgeseh`n, rief er: „Wie ist die Welt so schön! Auf diesem Gipfel halt ich`s aus nur fehlt noch das Charlottenhaus.“
Doch jetzt ist auf des Berges Höh`n auch das Charlottenhaus zu seh`n. Nun, Nachbar, singt das es laut schallt des Dolmars Lob in Baß und Alt preis unsern Berg, der so entstand und preis dem schönen Thüringer Land!
Als unser Erdenhaus
die Kinderschuh getreten aus,
da kam nach mancher Formation, nach Cambrium, Silur und Devon,
der Zechstein schließlich obendrauf und alles schrie: „Prost Bruder, sauf!“
Das war nun freilich gar nicht schön
in Thüringen und in der Rhön,
da huldigt man dem kühlen Naß
und leerte durstig Glas um Glas
und trank sich manches
Räuschlein an,
der Zechstein nur war Schuld daran.
Als dies der Erdengeist geseh´n
Sprach er: „So kanns
nicht weitergeh`n.“
Die Zechsteinzeit ist nun zu End`.
Jetzt kommt ein neues Sediment.
Der Erde Mittelalter naht, Buntsandstein deckt nun jeden Pfad.